Stanislav Markelov in Moskau erschossen

Stanislav war Anwalt unter anderem in vielen Fällen mit Antifas und auch MigrantInnen zusamengearbeitet oder hat Opfer des rechten Terrors und dessen Angehörige unterstützt. Er war nach Meinung von Szene-Kennern einer der einzigen Anwälte in Russland, die man als eindeutig links bezeichnen konnte. Somit war er natürlich auch weit über Moskau hinweg bekannt. "Stas" wurde gleich nach der Pressekonferenz zum Fall des Oberst Budanov, der Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung in Tschetschenien begangen hat, erschossen. Budanov war für die extreme Rechte in Russland eine Märthyrer-Figur, war bereits verurteilt worden, aber dann wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Stanislav hat in diesem Gerichtsprozess die Interessen der Angehörigen der Opfer vertreten.Die weibliche Begleiterin des ermordeten Anwalts Nastya, eine Journalistin, war ebenfalls in viele politische Diskurse involviert.

Sie hat unter anderem Artikel zur extremen Rechten geschrieben und war in der antiautoritären Bewegung aktiv. Auch auf Englisch zu lesen unter indymedia. Um etwas zu tun und mit russischen Antifaschist/Innen Solidarität zu bekunden, aber auch immer am besten ist natürlich die Vertretungen Russlands im Ausland zu besuchen. Die gibt es in Deutschland in Berlin (Botschaft), Bonn, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München (Generalkonsulat) Düsseldorf, Nürnberg und Stuttgart (Honorarkonsulat).
Dieser Mord kann nur dazu führen, weiter zu kämpfen und zwar zusammen. Es ist nicht klar, wer Stanislav und Nastya umgebracht hat. Es ist aber klar, dass Stanislav viele Feinde wegen seiner kompromissloser Arbeit hatte. Indem wir unsere FreundInnen und GenossInnen in Russland unterstützen,kämpfen wir auch für unsere Sache, sei es in Deutschland oder anderswo. Natürlich wäre es wünschenswert, möglichst große und entschlossene Aktionen durchziehen. Es ist aber jede auch sehr kleine Aktion wichtig. Schafft Öffentlichkeit. Und zwar Internationale! WeiWehrt Euch! Setzt die russischen Behörden unter Druck! Pocht auf Euer Recht, informiert zu werden!

Weitere Informationen auf indymedia:

- http://de.indymedia.org/2009/01/239903.shtml
- http://de.indymedia.org/2009/01/240120.shtml
- http://de.indymedia.org/2009/01/240175.shtml
- http://de.indymedia.org/2009/01/240020.shtml

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