Wie auch der letzten mittlerweile klar sein dürfte, sind die Zustände in Russland für demokratische, linke, antifaschistisch-antirassistische Menschen immer schwerer zu ertragen. Einige, viel zu viele, überleben sie auch nicht. Sie werden ermordet, von Nazis, rechten Hooligans oder der immer größer werdenden rechtsextremen Subkultur. Oft hat auch der russische Staat direkt oder indirekt seine Hände mit im Spiel wenn es darum geht, russische RegimekritikerInnen auszuschalten. Wie aus Funk und Fernsehen bekannt, schreckt auch der Staat vor Mord nicht zurück. Zusammengefasst gibt es in Russland massive Repressionen gegen alle, die die russischen autoritären Großmachtspläne kritisieren oder sich dagegen organisieren. Angefeuert durch die staatlichen Zustände und das gesellschaftliche Grundklima bildet sich ein großer, mehr oder weniger organisierter, aggressiver rechtsextremer Mob, der auf den Straßen ein Pogromklima verbreitet. Natürlich beginnt sich Widerstand zu regen. Die russische Antifa kämpft, aber sie kämpft unter den beschrieben schlechten Bedingungen. Es fehlt an Öffentlichkeit, Logistik, Unterstützung und vor allem am Geld, um politisch arbeiten und Repressionsopfer unterstützen zu können. Die CDZusammen mit dem Mad Butcher Label, der Flensburger „Fördebande“, und dem Bielefelder Antifa Archiv brachten wir eine Soli-CD heraus. Diese CD trägt den Namen „SolidariTÄT mit der russischen Antifa“, 20 bekannte europäische Bands aus dem SKA, Punk, Northern Soul, Reggae und Hip Hop Bereich schenkten Songs, die russische Antifa verfasste das Booklet mit aktuellen Infos. Die erste Auflage ist vergriffen, eine neue bereits vorhanden. Da alle Gewinne an die russische Antifa gehen, haben wir bisher 640,-- € auf das europaweite Solikonto überwiesen. Das Thema ist aktuell und wird es bleiben, daher bestellt weiterhin CDs oder überweist direkt Spenden auf das Konto:
Die Kampagne „Begräbnis für Fedjay“Fedjay war ein Moskauer Skinhead, der zusammen mit anderen die antirassistische Gruppierung „Trojan Skins“ in Russland gegründet hat. Daher war er russischen Nazis ein Dorn im Auge. Sie warteten vor seiner Haustür auf ihn und brachten ihn auf bestialische Weise um. Wir schlossen uns der Kampagne der „Red and Anarchist Skinheads“ und Cable Street Beat Düsseldorf an und eröffneten ein Solikonto um die Angehörigen Fedjays zu unterstützen und zu einem würdigen Begräbnis beizutragen. Auf das Konto
sind bisher 600 € eingegangen – das darf natürlich gern noch mehr werden! Die Site russland-soli.orgUm die vielfältigen Informationen über russische Antifas, Russland und Unterstützungsaktionen zu vernetzen und zu bündeln, haben wir die Webseite russland-soli.org ins Netz gestellt und betreuen sie auch. Leider wird sie viel zu wenig genutzt. Das soll sich ändern. Stellt Texte, die ihr findet auf die Seite, wenn ihr selbst was hört oder lest, schickt es uns, machen wir die Site lebendig, auf dass sich eine Soli-Szene bildet, die wirklich Unterstützung leisten kann.
Aufbau von Kontakten zur russischen AntifaWir stehen im Austausch mit russischen Antifas und speziell der antifaschistischen Skinhead Szene dort. Gemeinsam mit ihnen erarbeiten wir grad einen Weg, "Cable Street Beat-Strictly antifascist" auch in Russland zu etablieren. Die Leute, zu denen wir dort Kontakt haben, halten das CSB Konzept das ihr z.B. unter www.csb-gt.de für genau das richtige, um die Zustände in der großen russischen Punk und Skin Szene zu klären. CSB in der Bundesrepublik ist mittlerweile ein Netzwerk, das etwa 12 aktive Gruppen umfasst, die antifaschistische Kulturarbeit betreiben. Wenn für Euch irgendwas dabei war, werdet aktiv! Wenn nicht, denkt Euch selbst was aus. Hauptsache, es passiert was, um die russische Antifa zu unterstützen. In diesem Sinne, Have Fun, fight Fascism! |
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