Nur vereinzelte Informationen sind in den vergangenen Monaten über den rassistischen und faschistischen Terror in Russland an die Öffentlichkeit gekommen. Die russische Menschenrechtsorganisation SOVA zählte für 2005 mindestens 47 Morde und 461 Angriffe aus rassistischen/nationalistischen Motiven. 2006 stiegen die Zahlen auf 54 Morde und 541 Angriffe. 2007 waren es 72 Getötete und allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2008 wurden bereits 33 Menschen ermordet. Dabei wurden nur jene Fälle gezählt, die bekannt wurden; die wirkliche Zahl dürfte weitaus höher liegen. Die Morde sind Ausdruck eines weit verbreiteten Rassismus, aber auch einer fortschreitenden Radikalisierung extrem rechter Strukturen. Die russische Staatsführung, die sich immer mehr von einer parlamentarischen Demokratie entfernt, reagierte nur mit Lippenbekenntnissen. Sie nutzt den angeblichen Kampf gegen den Faschismus als Label bei der Unterdrückung jeglicher politischen Opposition. Putin und mit ihm die Machtpartei »Einheitliches Russland« setzen seit Jahren auf eine Rhetorik »nationaler Wiedergeburt«. Es gibt in Russland keine großen unabhängigen Gewerkschaften, ArbeiterInnenbewegung oder traditionelle demokratische, antirassistische oder antifaschistische Strukturen. Doch existieren inzwischen vielfältige Zusammenhänge, und auf unterschiedlichste Weise stellen sich Menschen Nazis entgegen. Ihre Kämpfe sind unbedingt notwendig – die Alternative wäre Kapitulation. Aber der Preis ist hoch. Daher haben diverse antifaschistische Gruppen in Deutschland und international zu Solidaritätsaktionen für die russischen AntifaschistInnen aufgerufen.
Dieser Sampler ist ein Teil dieser Solidarität. Jenseits der erhofften finanziellen Einnahmen möchten wir im folgenden über die Situation in Russland informieren und Euch zu weiteren Solidaritätsaktionen motivieren. Wer Geld spenden möchte, kann dies über folgendes Solidaritätskonto tun:
A. Hoffmann | Kto.-Nr. 408352201
Postbank Hamburg | BLZ 20010020
Stichwort: Russland (wichtig!)
Jenseits der erhofften
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Aktionswoche für Opfer der Nazigewalt: November 2008
vom 11. - 16. November finden bundesweit Aktionen für die Ermordeten statt. In Berlin wird es aus diesem Anlass eine internationale Antifa-Konferenz geben.
Bitt nehmt Kontakt mit uns auf. Die Mobilisierung soll einen bundesweiten Charakter haben.
North East Antifa & RASH Berlin
http://www.siempreantifascista.tk/