Offensiver

Das Selbstbewusstsein der neonazistischen Organisationen und Gruppierungen ist gestiegen. Sie präsentieren sich offen auf Plätzen und in Kneipen und suchen Zugang zu den Medien. Ferner versuchen sie inzwischen auch, sich an bekannten Politikern der extremen Rechten und aus dem russischen Nationalismus zu orientieren. Diese können den neonazistischen Skinheads behilflich sein aus ihrem bisherigen Randdasein heraus zu einem Faktor in der russischen Politik aufzusteigen, der nicht zu ignorieren wäre. Dmitrij Demuschkin, der Anführer des Slawischen Bund, schaffte beispielsweise bereits 2006 den Sprung vom Internet ins Fernsehen. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt er durch den bekannten Politiker Nikolaj Kurjanowitsch, für den Demuschkin als Referent tätig war. Kurjanowitsch war im Herbst 2007 aus der Liberaldemokratischen Partei von Wladimir Zhirinowskij ausgeschlossen worden und danach der »SS« beigetreten. Bis zum Dezember 2007 saß er für sie im russischen Parlament, der Duma. Gerne ließer sich mit dem Hitler-Gruß ablichten und nutzte fleißig seinen Abgeordnetenstatus zur Agitation für seine neue Partei.

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